Schauspiel ist die Sparte, an der sich ein Theater messen lässt. Die Staats- und Stadttheater halten ein festes Ensemble und spielen im Repertoire: An einem Abend steht Schiller auf dem Spielplan, am nächsten eine Uraufführung, am Wochenende eine Komödie. Daneben gibt es die Privattheater mit einer Produktion, die über Wochen en suite läuft, und die freie Szene, die in Produktionshäusern, Fabrikhallen und Kellern spielt. Diese drei Welten unterscheiden sich in Preis, Spielweise und Publikum deutlich.
Ein Abend dauert zwischen neunzig Minuten ohne Pause und dreieinhalb Stunden mit Pause — die Angabe steht meist beim Termin. Gerade bei Inszenierungen klassischer Stoffe lohnt ein Blick auf die Beschreibung: Ob ein Text werktreu gespielt oder radikal überschrieben wird, sagt der Titel allein nicht. Wer den Stoff nicht kennt, findet in den Programmheften und auf den Seiten der Häuser meist eine kurze Einführung; viele Theater bieten eine halbe Stunde vor Beginn eine Einführung im Foyer an.
Beim Kartenkauf gilt: Die Staats- und Stadttheater staffeln ihre Preise nach Platzgruppen, und die günstigen Ränge sind akustisch selten schlechter, nur die Sicht ist eingeschränkter. Premieren sind schnell ausverkauft und teurer, die Folgevorstellungen derselben Inszenierung nicht. Studierende, Schüler und Auszubildende bekommen fast überall Ermäßigung, oft auch an der Abendkasse — dafür ist der Ausweis mitzubringen.